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In der kalten Jahreszeit herrscht in den Kaffehäusern der Stadt Salzburg Hochkonjunktur. Gerne verbringen Einheimische und Gäste eine gemütliche Stunde im Cafè, um bei Kaffee und Kuchen ein gutes Gespräch zu führen oder die Seele baumeln zu lassen. Nicht erst heute gibt sich in den traditionsreichen Salzburger Kaffeehäusern die Prominenz die Klinke in die Hand. Schon Wolfgang Amadeus Mozart trank im "Tomaselli", dem ältesten Kaffeehaus Österreichs, seine Melange. Der Schriftsteller Friedrich Torberg erklärte einst: "Stehst Du einmal vor den verschlossenen Türen aller Kaffeehäuser, so ist dies das Ende der Welt."
Historisches Ambiente Mit seinem historischen Ambiente atmet das 1703 in der Goldgasse gegründete Kaffeehaus förmlich Geschichte. Seit 1760 lädt es am Alten Markt zum Verweilen ein, und zählte nicht nur die Familie Mozart, die in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts im Tomaselli-Haus beherbergt war, sondern auch Michael Haydn, Carl Maria von Weber, Hugo von Hoffmansthal und den Begründer der Festspiele – Max Reinhardt – zu seinen Gästen. Gleich nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges quartierte sich die US-Besatzungsmacht im Tomaselli ein und funktionierte des altehrwürdige Kaffeehaus in eine "Doughnut-Snackbar" um. Seit 1950 ist es wieder in österreichischem Besitz.
Café der Schauspieler Während das Café Tomaselli stets mehr von den Musikern bevorzugt wurde, war und ist das Café Bazar ein Treffpunkt der Schauspieler, schon bedingt durch die Nähe von Landestheater, Kammerspielen und Marionettentheater. Zu seinen Gästen zählten König Edward VIII., Marlene Dietrich oder Louis Armstrong. Seit mittlerweile 90 Jahren erfreut sich das am rechten Salzachufer unweit der Staatsbrücke gelegene Kaffeehaus großer Beliebtheit, und besonders in der Festspielzeit kann man auf der schattigen Terrasse das eine oder andere bekannte Gesicht entdecken.
Die echten Mozartkugeln In der Brodgasse, nahe dem Tomaselli, erfand vor mehr als 100 Jahren (1890) der Konditor Paul Fürst die "Salzburger Mozartkugel", für die er bei der Pariser Weltausstellung 1905 eine Goldmedaille erhielt. Wenn es um feine Confiserie geht, ist die 1884 gegründete Konditorei bis heute eine der ersten Adressen in Salzburg. Auch Josef Fingerlos versteht die Kunst der Patisserie. Mit seinem vor drei Jahren eröffneten Café kann er zwar bei weitem nicht auf die Tradition der "Wiener Kaffehäuser" verweisen, doch beim Anblick seiner weltmeisterlichen Kreationen kann kaum ein Gourmet der süßen Verlockung widerstehen.
Jeder Weltstadt ihr Sacher Die "Original Sacher-Torte" gibt es im dem Café Bazar benachbarten Café Sacher schon lange. Früher hieß es jedoch "Café Österreichischer Hof", von seinen Gästen liebevoll "ÖH" genannt. Seit kurzem dürfen sich Kaffeehaus und Hotel mit dem weltberühmte Namen "Sacher" schmücken und erstrahlen in neuem Glanz. Das kulinarische Angebot enthält alles, was die Sacher-Küche berühmt gemacht hat: Eduard Sacher’s Tafelspitz, Original Sacher Würstel – und nicht zuletzt die echte Sacher-Torte.
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